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Prozessbeginn gegen „Raketenabschuss Social Media-Aktivisten“

Feuerwerk, Symbolbild (Foto: Frank Pfuhl)

GdP: „Mutwillig hier Menschenleben gefährdet“

Am 2.4. begann in Berlin der Prozess gegen einen jungen Mann, der auf Social Media mit seinen Aktionen aktiv ist. Zu Silvester war Atallah Y. (23) aus dem Westjordanland zu Besuch in Berlin.

In der Silvesternacht schoss er eine Rakete auf ein Wohnhaus in Neukölln. Dort zielte er treffsicher auf ein Fenster einer Wohnung. Die Rakete zerstörte das Fenster und geriet in ein Wohnzimmer. Es entstand ein Brandschaden. Der Täter wurde vier Tage nach seinem Raketenabschuss bei der Ausreise am BER festgenommen. Seitdem sitzt er in U-Haft.

Diese, man muss es schon geisteskranke Tat nennen, filmte Atallah Y. und platzierte sie auf seinen Social Media-Kanälen. Die hohen Klickzahlen dieser Tat von 6 Millionen belegen die weltweit große Aufmerksamkeit. Der Araber kommt auf ca. 300.000 Follower auf Instagram; auf ca. 185.000 auf TikTok. Angeklagt ist der Araber wegen versuchter schwerer Brandstiftung, Sachbeschädigung und versuchter gefährlicher Körperverletzung.

(Foto: Frank Pfuhl)

Der Berliner GdP-Landesvize Thorsten Schleheider erklärte zum Prozess gegen den mutmaßlichen Täter: Wir haben große Hoffnung, dass der Herr vor Gericht eine gerechte Strafe erhält, die ihm deutlich aufzeigt, wie mutwillig er hier Menschenleben gefährdet hat. Wer mit Pyrotechnik auf ein Fenster zielt, muss davon ausgehen, dass er andere schwer verletzt oder sogar tötet. Alles andere als eine mehrjährige Haftstrafe wäre ein Armutszeugnis für unseren Rechtsstaat, bei dem sich dann auch niemand wundern darf, dass junge Männer für ein paar Klicks im Social Media so einen gefährlichen Wahnsinn veranstalten und gar nicht verstehen, dass man sie dafür zur Rechenschaft ziehen muss. Es war reines Glück, dass sich die Kinder nicht im Zimmer befanden und der Vater schnellstmöglich reagiert hat. Da reicht es auch nicht, mal kurz Sorry zu sagen. Der Fall untermauert auch noch mal, warum wir für ein Pyrotechnikverbot für den Privatgebrauch sind. Kugelbomben sind ein Problem, aber nicht das einzige. Mister Y. hat eine handelsübliche Rakete auf ein Wohnhaus gefeuert, auch die Auswirkungen hätten verheerend sein können und sind leider kein Einzelfall, auch wenn sich nicht jeder noch dabei streamt.“

Text: Volker Neef

Foto: Frank Pfuhl